Warzenenten

2021-05-01 Aus Von Bärbel Schwarz

 

Warzenenten waren früher auf jedem Bauernhof zu finden, sie gehörten einfach dazu. 

Die Enten sind robust, widerstandsfähig und einfach in der Haltung. Mit ein paar Salatblättern als kleines Mitbringsel werden sie schnell zahm.

Falls Sie einen Nachbarn mit besonders empfindlichem Gehör haben, sind Warzenenten eine gute Wahl, sie quaken nicht. Wenn sie etwas zu sagen haben, zischen oder glucksen sie. Es sind sehr ruhige Tiere, die sich damit beschäftigen, auf der Wiese und in ihrem Teich nach Fressbarem zu suchen. Lieblingsspeisen sind alle möglichen Grünpflanzen, Gras, Kräuter oder Wasserpflanzen. Laufen ihnen Würmer, Käfer oder Schnecken über den Weg, verschmähen sie auch diese nicht. Von Ihren Gemüsebeeten sollten Sie die gierigen Schnäbel fernhalten. Was sie dort nicht fressen, zertreten sie.

Warzenenten sind begeisterte Brüterinnen. Wenn Sie sie lassen, brüten sie 3 bis 4 mal im Jahr. Die Küken versorgen sie fürsorglich und verteidigt sie mit Nachdruck gegen Katzen und andere Raubtiere. Warzenenten können Sie Eier anderer Entenrassen unterschieben, die nicht so gern brüten.

Insgesamt gibt es 13 Farbschläge bei den Warzenenten.

Die indigenen Völker Südamerikas hielten Moschusenten schon bevor die Europäer kamen. 1514 kamen die ersten Enten nach Europa.

Den Weg nach Deutschland fanden sie im 18. Jahrhundert. Ein einheitlicher Rassestandard wurde erst in den 1940er Jahren festgelegt. In der DDR wurde die Warzenente als Wirtschaftsrasse stark gefördert. Nach der Wende geriet die Rasse fast in Vergessenheit, nur einige Hobbyzüchter halten sich noch Tiere.

Die Rasse wird auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen in der Kategorie „Beobachtung“ gelistet.