Soay-Schafe

Rassenbeschreibung: Soayschaf

Das Soayschaf ist ein primitiver Typ vom Hausschaf. Es verkörpert den Stand  der Zucht von Nutzschafen des Neolithikums. Es wurde entweder von frühen Siedlern oder später von Wikingern auf die Insel Soay im St. Kilda Archipel vor der schottischen Westküste gebracht und verwilderten dort. Das Verhalten der Soayschafe ist wildtierartig. Sie lassen sich nicht durch Hütehunde zusammenhalten bzw. einpferchen. (Quelle: Wikipedia)

Aussehen:
Auffällig ist die weiße bis cremefarbige Bauchunterseite, Ohrinnenseiten und der Gesäßfleck (Spiegel).
Es gibt zwei Farbvarianten (hell und dunkel). Bei der dunklen Farbvariante gibt es drei Farbschläge:
a) sehr dunkel bis schwarz
b) dunkelbraun
c) etwas helleres braun

Die männlichen Tiere (Böcke) entwickeln gut gedrehte und starke Hörner. Weibliche Tiere (Auen) haben sichelförmige, nach hinten gehende Hörner. Sichtbar müssen auch die hellen Augenflecken, helle Unterkieferseite und der kurze schlauchförmige Schwanz sein. Beim Bock ist eine Bart- und Nackenmähne sowie ein Sattelfleck wie beim Mufflon nicht erlaubt. Böcke fallen auch durch ihr schnelles Hornwachstum in der Jugend auf.

Merkmale:
Soayschafe zeichnen sich durch leichte und komplikationslose Geburten aus. Auenlämmer können schon nach 6 Monaten ihre Geschlechtsreife erreicht haben. Kompletter und rascher Fellabwurf sollte von April bis Juli erfolgen. Soayschafe sind robust und wenig krankheitsanfällig, das Klauenwachstum ist sehr gering.
Soayschafe sind eine sehr ruhige Rasse.

Maße:
                                   Schulterhöhe                                  Gewicht
Bock:                          51-65 cm                                          26-48 kg
Aue:                            48-60 cm                                          24-39 kg

Einsatz:
Zur Arterhaltung auf allen Böden ohne gesundheitliche Einbußen.
Zur Landschafts- und Parkpflege.
Zur Freude an den vitalen Tieren, die sich wie Wildtiere verhalten.

Futter:
Ausschließlich Pflanzen aller Art. (auch Brenneseln, junge Bäume)
Im Winter: Heu und Runkelrüben, Obstbäume müssen geschützt werden.

Pflege:
Klauenschnitt ist nur ausnahmsweise nötig.
Außer der jährlichen Wurmkur ist keine weitere pflegerische Zuwendung nötig.

Haltung:
Sie sollten einen von 3 Seiten geschlossenen Unterstand zur Verfügung haben, um bei Sonne, Regen, und Kälte Schutz zu finden.
Feste Zäune von 1,20m Höhe aus Wildzaungeflecht mit schmalen Unterteilungen im unteren Bereich reichen aus.